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 Das
Fazit: Mit dem Planer, der sich in 20
Sekunden per Schnellverschluß an den
Schäffer (auf Wunsch auch an die Hoflader
der Firma Weidemann) ankuppeln läßt, ist
die westfälsche Firma sozugagen zum Voll-
sortimenter für Pferdebetriebe und Reitver-
eine geworden.
Am Planer selbst gibt es nichts zu mäkeln.
Die Bearbeitungstiefe läßt sich zentimeter-
genau einstellen - wichtig für Bodenbeläge,
die auf einer kratzempfindlichen Bitumen-
oder Betonschicht ruhen.
Für kleine Hallen oder Reitplätze reichen die
kleineren Modelle aus: die erste Planierar-
beit war in 30 Minuten erledigt, die Normal-
pflege braucht bei systematischem Vorgehen
etwa 20 Minuten.
Das kleinste Spezial-Modell (110 Zentimeter
Arbeitsbreite) kostet einschließlich Aufhän-
gung für den Lader, Planierschild, Krümmler-
walze, Hufschlagräumer, einem Anfahr-
schutz (verhindert Steckenbleiben im Boden
beim Anfahren) und speziellen Abstellstüt-
zen für den Hofladerbetrieb frei Haus 5218
Mark. Wer rechnet, wird feststellen: Die
Investtion ist gut und billig.
Hans-Dieter Maier  Soweit
die Theorie. Als Vorbereitung für den Test war der Hallenboden
absichtlich vier Wochen nicht bearbeitet, aber vier Tage zuvor
gezielt abgespritzt worden. Oben war der Sand bereits abgetrocknet,
unten noch naß. So stellte dieser Belag eine im Wort-sinne
harte Herausforderung dar.
Zunächst hoppelte der Schäffer-Lader über den Boden, daß der
Fahrer die eigene Wirbelsäule spürte. Das ist prinzipbedingt: Je härter
und zugleich unebener der Boden, desto unruhiger eine schnelle Fahrt. Schnell muß sie
aber sein, weil sonst die Zinken nicht wie gewünscht vibrieren. Nach dem ersten
Bearbeitungsgang
war der Belag bereits sichtlich durchgemischt, obwohl überall in der Halle
noch regelrechte Hügel nd kleine Täler nebeneinander lagen - die
Folge von intensiver Bodenarbeit und ausgie- bigem Figurenreiten. Nach etwa fünf Bearbeit-
ungsgängen
verschwand der Effekt. Eine Hand- probe ergab, daß die
zuvor obenauf liegenden Schnitzel wieder
gut in den Sand integriert waren. Die Feuchtigkeit war gleichmäßig
verteilt. Praxisnote: Sehr gut.
Das Rückwärtsplanieren mit dem Schäffer-Planer scheint schwierig,
ist es in der Praxis aber nicht. Dank der hervorragenden Knick-Eigenschaften
un der prinzipbedingten Wendigkeit ließen sich auch die Ecken sauber und
einfach planieren. Es stellte sich heraus: Man muß ein System finden, mit dem
die Arbeit ökonomisch funktioniert.
Planloses Herumfahren vergrößert eher die Hügel, als sie einzuebnen.
Egal, wie steil der Tester den Anfahrwinkel wählte, er berührte an
keiner Stelle mit dem spitzwinkeligen Hufschlagräumer die Bande - ein Ergebnis
der sorgfältig berechneten Anordnung und Abmessung aller Teile. Die Entwickler
von Rampelmann & Spliethoff haben's offensichtlich drauf.   Sobald
man mit dem Zugfahrzeug schneller
fährt, beginnen diese Zinken zu vibrieren,
wirken also quasi wie ein Quirl im Cocktail-
glas.Hinter den Zinken werkelt das schräg
gestellte, pendelnde Planierschild, das den
aufgeschmischten Boden glattzieht, eventu-
elle Löcher auffüllt und Unebenheiten besei-
tigt. Die Krümmlerwalze verrichtet den
dritten Job: Sie glättet die letzten Bröckchen
und ebnet den Boden vollends ein. Seitlich
rechts und links sitzen kleine Gummiräder,
die für respektvollen Abstand des Planers
von der teuren Reithallenbande sorgen soll.
Wahlweise links oder rechts ist ein Huf-
schlagräumer montiert, der einer kleinen
Pflugschar ähnelt und die lästige, bei einigen
Planer-Konstruktionen immer noch notwen-
dige und sehr mühselige Schaufelei des
Belags von Hand überflüssig machen soll.
Der stabile, geschweißte Rahmen wirkt so
solide, als müsse er hundert Jahre über-
stehen. Einziges Verschleißteil sind wohl auf
Dauer die Striegelzinken, die für ein paar
Mark als Ersatzteile zu haben sind. Zahlrei-
che Verstell- und Justierelemente erlauben,
den Planer auf jede Bodenbeschaffenheit
oder -tiefe, auf schweres und leichtes Gelän-
de, auf hohen o. flachen Belag einzustellen.
Von vorherein stand fest, daß der
Planer
nicht vom Hoflader hinterhergezogen werden kann; er muß ja
an der Aufnah- megabel des Laders vorn befestigt werden. Also
rückwärtsfahrend planen? Für Hoflader kein Problem,
sofern sie wie der Schäffer einen hydrostatischen Antrieb
besitzen: Damit fahren sie vor- wie rückwärts gleich
schnell.
Vom Planer gibt es fünf Modelle mit Arbeits-breiten von 110, 135,
165, 220 und 270 Zentimetern. Das 135 Zentimeter breite
Modell verwendete CAVALLO für den Praxis-test. Es ist etwa 175 Zentimeter
lang. Un- mittelbar vor der Aufhängung sitzen zwölf Striegelzinken
in zwei Reihen (zehn Milli-meter Durchmesser), wie sie zum Beispiel in fast allen
Sähmaschinen verwendet werden. Die Konstrukteure von Rampelmann & Spliethoff
ließen ihnen jedoch eine Spezial- behandlung angedeihen: Sie wurden leicht
nach vorn gebogen und zusätzlich verzinkt.
Ihre Aufgabe: Den durch Huftritte verfestig-
ten Hallen- oder Reitplatzboden aufzulok-
kern und die Zusammensetzung (zum Bei-
spiel Sand mit Textilschnitzeln) gut zu durchmischen. |

Wahlweise rechts
oder links montiert:
der Hufschlag-
räumer mit Abstands-
halter als Schutz für
die Bande.

Manche Dinge werden auf den
Kopf gestellt, andere laufen
rückwärts. Trotzdem - oder gerade
deshalb - funktionieren sie vorzüglich.
Zur zweiten Kategorie zählt der neue
Universal-Bahnplaner für Hof-Knicklader
von Schäffer, der als Ideen-Joint-Venture
entstand. Auf dem CAVALLO-Hof rotiert
seit Anfang 1999 der kleine Schäffer-
Knicklader 222 (Test in Heft 1/1999), der
fleißig Heuballen oder Paletten befördert, beim Ausmisten hilft, Erdaushub
trans-portiert und sich täglich bezahlt macht - bislang ohne jede Panne.
Dem Lader fehlte jedoch ein geeigneter Bahnplaner als Zubehör.
Nicht jeder Stallbetreiber will ja einen
teuren Traktor als Zugfahrzeug anschaf-
fen, nur um einmal wöchentlich den Reitplatz zu planieren. Daher regte CAVALLO
an, den schon bei 99 Arbeiten bewährten Schäffer-Lader für die
100. Tätigkeit aufzurüsten. Dirk Otte, regio- naler Schäffer-Repräsentant,
hörte sich die Vorschläge an und war spontan überzeugt. Als Partner
für die Fertigung gewann er die Firma Rampelmann & Spliethoff, bekannt
für ihre ausgeklügelten und bewährten Universalplaner. |
Von oben wirkt der nur 173 Zenti-
meter lange Bahnplaner riesig.
Vorn sitzt die Krümmlerwalze, in
der Mitte das Planierschild,
hinten arbeiten die
verzinkten Striegel.
Für die Hofknicklader von Schäffer
gibt es jetzt als Zubehör einen
Bahnplaner. Cavallo probierte
aus, wie sich eine Reithalle
verkehrt herum planen läßt.
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